Bad Ditzenbach

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Bad Ditzenbach - Geschichte

Wappen der früher eigenständigen Gemeinde Bad Ditzenbach

Altes Bad Ditzenbacher Wappen

Vom Innenministerium verliehen im Jahre 1959.

Der Brunnen weist auf die Mineralquelle in Bad Ditzenbach hin. Die bayerischen Rauten im Schildfuß sollen daran erinnern, dass der Ort als Bestandteil der Herrschaft Wiesensteig von 1642 bzw. 1752 bis 1806 zu Bayern gehörte. Die Farben Silber und Rot beziehen sich auf die Grafen von Helfenstein, die Besitzer der Herrschaft Wiesensteig vor 1627.

1270 erstmal Ditzenbach

Burgruine Hiltenburg
Burgruine Hiltenburg
Führung auf der Burg
Führung auf der Burg

Durch den Zehnten von Tizzenbah, den das Kloster Wiesensteig bei seiner Gründung 861 erhielt, wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Weitere Nennungen waren 1208 Ticimbach und 1270 Ditzenbach. Die hoch über Bad Ditzenbach gelegene Burgruine Hiltenburg zeugt von vergangenen Zeiten, in denen das Schicksal des Ortes und anderer umliegender Gemeinden mit den Grafen von Helfenstein verbunden war. Wegen eines Streits zwischen Graf Ulrich XVI. von Helfenstein und Herzog Ulrich von Württemberg, ließ dieser am 9. November 1516 durch seine Soldaten die Hiltenburg in Schutt und Asche legen, so dass heute nur noch einige rekonstruierte Mauerreste dieser Burganlage zu sehen sind. Mit Hilfe des eigens dazu gegründeten Fördervereins "Burgruine Hiltenburg" wurde im Jahr 2005 ein noch bestehender Gewölbekeller restauriert. Dabei wurden noch weitere Mauerreste entdeckt, die in den kommenden Jahren ebenfalls freigelegt werden sollen.

Die Vinzenz Klinik Bad Ditzenbach bietet heute für 150 Patienten eine ruhige, behagliche Atmosphäre und ein hohes Maß an Komfort mit ansprechend eingerichteten Zimmern und zahlreichen Gemeinschafts- und Aufenthaltsräumen.

Haus des Gastes
Haus des Gastes
Wandern in Bad Ditzenbach
Wandern in Bad Ditzenbach

Der Ort Bad Ditzenbach wurde in den letzten Jahren ebenfalls neu gestaltet. Das 1984/85 erbaute, zentral und idyllisch gelegene Haus des Gastes ist ein beliebter Treffpunkt. Darin befinden sich das Tourismus- und Kulturbüro der Gemeinde, das Café Filsblick, ein Lesezimmer mit Bibliothek, ein Bastelraum, eine Galerie mit wechselnden Ausstellungen und eine Kegelbahn.

Es finden regelmäßig Kurkonzerte statt, Tanznachmittage, geführte Wanderungen, Dia- und Gesundheitsvorträge, verschiedene Kreativkurse, Ausflugsfahrten und vieles mehr. Näheres können Sie dem Veranstaltungskalender entnehmen. Mit der 1995 abgeschlossenen Ortskernsanierung wurde die "gute Stube", die Ortsmitte, zeitgemäß umgestaltet. Am Dorfplatz steht die alte Pfarrkirche mit ihrem ummauerten Kirchhof, die mit Hilfe eines dazu gegründeten Fördervereins zum Kulturhaus Alte Dorfkirche umgebaut wurde. Die Gottesdienste finden seit dem 1966 erfolgten Neubau in der kath. Kirche St. Laurentius statt.

Vinzenz Klinik
Vinzenz Klinik
Quellentempel
Quellentempel

Das Mineralbad Ditzenbach verdankt seine Entstehung den schon im 16. Jahrhundert erwähnten, kohlensäurereichen Mineralquellen. Diese Quellen haben dem Bad schon früh einen guten Ruf verschafft. Die Vinzenz- und Ludovika-Quellen werden auch heute noch als Kurmittel für Trink- und Badekuren genutzt. Im Jahre 1930 wurde in etwa 80 m Tiefe eine weitere Mineralquelle erschlossen, der "Marienbrunnen", eine salinische Bitterquelle mit erheblichem Gehalt an Natrium- und Calciumhydrocarbonat, mit der viele Magen- und Darmerkrankungen behandelt werden können.

Mit der Übernahme des Bades durch die Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern vom Kloster Untermarchtal um 1900 erfolgte der schrittweise Aufbau der Kureinrichtungen. Schon im Jahr 1928 verfügte das Bad über alle Mittel eines modernen Kurbetriebes, unter anderem Wandel- und Trinkhallen, Badehaus, Kaltwassertretanlagen, großen Kurpark sowie selbstverständlich auch über eine fachärztliche Behandlung und moderne Diätküche. Daher wurde 1929 auch das Prädikat eines "staatlich anerkannten Heilbades" verliehen. 1966 wurde das Sanatorium durch ein Kurmittelhaus erweitert. Das Thermal-Mineralbewegungsbad entstand 1973, nachdem durch eine Pionierbohrung ein reiches Thermalwasservorkommen im Muschelkalk in 560 m Tiefe erschlossen werden konnte. In den letzten Jahren wurde das frühere Sanatorium mit zahlreichen Um- und Neubauten in eine moderne und nahezu allen Ansprüchen gerecht werdende Vinzenz Klinik umgewandelt.

Die einzelnen Gebäude liegen in einer gepflegten Parkanlage und sind durch geschlossene Gänge untereinander mit dem Thermalbad verbunden, das derzeit mit großem finanziellem Aufwand erweitert und modernisiert wurde.

Ortschronik Bad Ditzenbach

Die Ortschronik von Bad Ditzenbach ist für 25,00 € (ggf. zzgl. Porto) im Tourismus- und Kulturbüro sowie im Bürgerbüro erhältlich.
Dieser Band wurde anlässlich der 1150-Jahr-Feier herausgegeben und informiert Sie hintergründig, ausführlich und detailliert über Wissenswertes aus Ihrer Ortsgeschichte.

Außerdem gibt es ein Bildband aus dem Jahr 1996, welches für 15,00 € erhältlich ist.