Bad Ditzenbach

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Thermalwasserbohrung

1969 erstmalige Bohrung

Vinzenztherme
Vinzenztherme

In Bad Ditzenbach wurde erstmals im Bereich der Schwäbischen Alb eine Bohrung zur Erschließung von Thermalwasser angesetzt. Es war im Mai 1969 als der Bohrmeißel in ca. 590 m Tiefe im Oberen Muschelkalk fündig wurde. Die Temperatur des Thermalwassers betrug 48 Grad C. Die chemische Analyse ergab als Hauptbestandteile des Wassers Natrium-Calcium-Chlorid und Sulfat. Nach diesem Erfolg wurde auch an anderen Orten nach Thermalwasser gebohrt, z.B. in Aalen, Bad Boll, Bad Überkingen, Beuren und Urach.

Durch eine weitere Bohrung in Bad Ditzenbach wurde auch im Stubensandstein (423) Thermalwasser erschlossen, das aber eine andere chemische Zusammensetzung hat. Es ist ein Natrium-Hydrogencarbonat-Sulfat-Thermal-Säuerling. Mit Erschließung von Thermalmineralwasser mit einem hohen Kohlendioxyd (CO2)-Anteil waren in Bad Ditzenbach die Voraussetzung für ein modernes Thermalbad von hohem balneo-therapeutischem Wert gegeben.

Dr. P. Groschopf, Oberlandesgeologe i.R., Geislingen